Die Schneegesellschaft: Alle Infos zur wahren Geschichte eines Flugzeugabsturzes

Eine Hand kämpft sich aus dem Schnee, die Finger steif gefroren. Wohin man auch blickt, nur Eis, dunkle Berge und Kälte – und das Wrack eines abgestürzten Flugzeuges, aus dem sich die Überlebenden mühsam befreien.

„Was geschieht, wenn die Welt dich aufgibt? Wenn du keine Kleidung hast und erfrierst?“ Diese Frage stellt einer der Überlebenden im neuen Trailer zu Die Schneegesellschaft. Der spanische Film von Regisseur J.A. Bayona erzählt die wahre Geschichte einer Gruppe, die nach dem Absturz eines Flugzeugs in den Anden gemeinsam versuchen, in der Kälte der Hochebene zu überleben.

Wann erscheint Die Schneegesellschaft?

Der Film ist am 21. Dezember 2023 in Deutschland in ausgewählten Kinos gestartet und läuft ab dem 4. Januar 2024 nur auf Netflix!

Das ist der offizielle Trailer:

Ist Die Schneegesellschaft eine wahre Geschichte?

Ja, der Film beruht auf wahren Begebenheiten: 1972 stürzt der Flug 571 der uruguayischen Luftwaffe beim Charterflug einer Rugbymannschaft über den Anden ab. Von 45 Passagieren überleben nur 29 den Absturz. Gefangen in einer der lebensfeindlichsten und unzugänglichsten Umgebungen der Welt, müssen sie extreme Maßnahmen ergreifen, um am Leben zu bleiben. Der Film adaptiert den biografischen Roman La sociedad de la nieve von Pablo Vierci. Der Autor war Freund und Klassenkamerad von einigen der Passagiere des abgestürzten Flugzeugs.

Regisseur Bayona und das gesamte Filmteam taten alles dafür, allen Passagieren ein Denkmal zu setzen: Die Geschichte hebt „die fundamentale Rolle hervor, die jeder spielte, auch diejenigen, die zurückblieben“, erzählt Bayona im Interview mit Netflix.

Für Die Schneegesellschaft kamen alle Überlebenden und die Familien der Verstorbenen überein. Es durften auch die echten Namen aller Beteiligten verwendet werden. „Das war unerlässlich für dieses Projekt“, erklärt Bayona. „Die Überlebenden waren entscheidend, ihr Enthusiasmus hat dem Film und meinem Blickwinkel Leben eingehaucht.“

In der Vorbereitungsphase sprachen das Filmteam und der Cast über 100 Stunden mit den Überlebenden und den Familien der Verstorbenen. Auch während des Drehs standen sie jederzeit bereit, um Fragen zu beantworten, wie Bayona beschreibt: „Wenn am Set Fragen aufkamen, griff Vierci [Autor der Buchvorlage] zum Telefon, und wir sprachen mit den Leuten, die die Situationen, die wir nachstellen wollten, aus erster Hand kannten. Das war eine einzigartige Erfahrung.“

Der Film wurde in Spanien, Chile, Argentinien und Uruguay gedreht. Darunter auch an einigen Orten, an denen sich die Überlebenden nach dem Unglück wirklich aufhielten.

Die Schneegesellschaft ist im kommenden Jahr Spaniens Oscar-Hoffnung

Aktuell ist er in der Vorauswahl für die Oscars 2024 und den Europäischen Filmpreis. Weltpremiere feierte er als Abschlussfilm der Internationalen Filmfestspiele von Venedig im September und gewann im gleichen Monat den Publikumspreis beim Internationalen Filmfestival von San Sebastián.

Netflixwoche Redaktion