War Alexander der Große schwul?

Fast jeder hat schon einmal von Alexander dem Großen gehört  – dem kriegerischen Prinzen, der als legendärer hellenischer Herrscher den größten Teil der westlichen Welt beherrschte. Doch die Doku-Serie Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde erzählt die Eroberungen der historischen Figur auf eine neue Art und Weise.

Nämlich unter Verwendung zeitgenössischer Berichte und faktenbasierter Archäologie, die größtenteils auf den laufenden Ausgrabungen der griechischen Archäologin Calliope Limneos-Papakosta in Alexandria, Ägypten, basiert. Also der Stadt, die Alexander der Große gründete.

Darum geht es in Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde

Die sechsteilige Doku-Serie erforscht den Weg des jungen Mannes im Exil, der nach der Ermordung seines Vaters entschlossen war, seinen Platz in der Welt zu finden. Alexander war davon besessen, den persischen König Darius zu besiegen. Er einte sein Land in einem Feldzug um die Vorherrschaft. Und sein Ehrgeiz führte ihn so weit, dass er in nur knapp sechs Jahren das größte westliche Reich der Geschichte schuf – von Griechenland bis zu einem Teil Indiens.

Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Expert*innen und den Enthüllungen der bahnbrechenden archäologischen Arbeit in Limneos-Papkosta stellt die Serie dramatisierte Szenen aus dem mythischen Leben Alexanders während seines Aufstiegs nach.

Wann startet die Doku?

Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde erscheint am 31. Januar 2024 auf Netflix.

Buck Braithwaite als Alexander der Große.

Das ist der Cast von Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde

Alexander (Buck Braithwaite): Ein mazedonischer Prinz wird nach einem Attentat plötzlich König. Seine Feinde stellen seinen Anspruch auf die Krone in Frage. Doch Alexander eint sein Land und führt einen Feldzug gegen den langjährigen Erzfeind der Griechen, das Persische Reich. Obwohl die Mazedonier zahlenmäßig stark unterlegen sind, gewinnen sie mit Alexander als Anführer jede einzelne Schlacht gegen die größte Armee der Welt. Seine Eroberungen führen dazu, dass er als König, Pharao und sogar als Gott anerkannt wird.

Darius (Mido Hamada): Mit Alexanders Aufstieg kommt Darius’ tiefer Sturz von seinem Titel als „König der Könige“. Seine Unfähigkeit, die Griechen entweder mit Diplomatie zu besänftigen noch in der Schlacht zu besiegen, führt dazu, dass Dareios seine Familie, seine Krone und seinen herausragenden Platz in der Geschichte verliert. Er stirbt einen erniedrigenden Tod auf der Flucht vor der Armee seines Feindes.

Stateira (Agni Scott): Stateira ist die Ehefrau von Darius und durch ihre adlige Abstammung ein Grundpfeiler seiner Macht. Sie wird von Alexander nach Darius' Rückzug in der Schlacht von Issus gefangen genommen. Stateira ist eine Meisterin der Diplomatie und bewahrt sich und ihrer Tochter so die Sicherheit. Sie liefert Alexander nützliche Informationen und lässt sich schließlich auf eine Affäre ein.

Waren Alexander der Große und Hephaestion wirklich ein Liebespaar?

Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde spekuliert über intime Details aus Alexanders Privatleben, einschließlich seiner Zeit mit seinem Jugendfreund und angeblichen Liebhaber Hephaestion (Will Stevens). In der Serie erklären Expert*innen, dass Alexander zeitlebens zwei enge Freunde hatte: Hephaestion und Ptolemäus (gespielt von Dino Kelly).

„Hephaestion war nicht nur ein geschätzter Gefährte, sondern vielleicht Alexanders größte Liebe“, sagt Dr. Salima Ikram von der American University of Cairo in dem Dokumentarfilm.

Dennoch lässt sich Alexanders Sexualität nicht unbedingt mit modernen Begriffen definieren.

„Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren in der gesamten griechischen Welt die Norm“, sagt Professor Lloyd Llewellyn-Jones von der Universität Cardiff in Wales in der ersten Folge. „Die Griechen hatten kein Wort für Homosexualität oder schwul sein. Es gehörte einfach nicht zu ihrem Wortschatz.“

AMANDA RICHARDS, TUDUM