Physical 100: Wie der Gewinner für den Wettkampf trainiert hat

Dieses Interview erschien zuerst auf Englisch auf Tudum.

Der koreanische Reality-TV-Wettbewerb Physical: 100 macht besonders eines deutlich: Kraft kann viele Formen annehmen. Natürlich ist es beeindruckend, ein 2-Tonnen-Schiff über eine Sandgrube zu ziehen. Aber es sind nicht nur massive Muskeln, die den ultimativen Körperbau definieren. Es geht auch um Beweglichkeit, Ausdauer und vor allem um Willensstärke.

Der CrossFit-Sportler und Snowboarder Woo Jin-yong hält eine Balance all dieser Eigenschaften. Damit hat er sich gegen die anderen 99 Teilnehmer des Wettbewerbs durchgesetzt, 300 Millionen Won (ca. 230.000 US-Dollar) gewonnen und sich den Ehrentitel verdient.

Während des größten Teils von Physical: 100 hat sich der 37-Jährige im Hintergrund gehalten, anders als einige der lautstarken MMA-Kämpfer, riesigen Bodybuilder und anderen großspurigen Typen. Aber seine Vielseitigkeit und Stärke als Wettkämpfer wurde immer deutlicher – vor allem als er sowohl die Challenge gewinnt, bei der er 20 Runden um eine Rennstrecke laufen muss, als auch die Aufgabe, ein wuchtiges Seil von einer riesigen Spule abzuspulen.

Im Interview lässt Woo den aufreibenden Wettbewerb Revue passieren und erklärt, wie er sich im Überlebenskampf unter den Stärksten durchgesetzt hat.

Was bedeutet es für dich, diesen Wettbewerb zu gewinnen? 

Es fühlt sich wie ein Traum an, dass ich aus einer Gruppe mit 99 Elitewettbewerbern als Gewinner dastehe. Ich hatte das Glück, zu einem guten Team zu gehören, das es durch die Überlebensrunden geschafft hat. Ich möchte mich bei allen 99 Menschen bedanken, die diese irre Reise mit mir gewagt haben.

Wie hat dich dein Training auf die Herausforderungen vorbereitet?

Ich wusste nicht, welche Art von Aufgaben wir zu bewältigen haben würden. Aber ich hielt es für wichtig, in Spitzenkondition zu sein und meinen Körper gut kontrollieren zu können. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf folgte ich dem CrossFit „Murph“ WOD (Workout of the Day): Eine Meile mit einer 10-Kilo-Gewichtsweste laufen, 100 Klimmzüge, 200 Liegestütze und 300 Kniebeugen machen und dann eine weitere Meile laufen.

Welcher Moment während des Wettkampfs hat dich am meisten überrascht? 

Am meisten überrascht war ich bei der Mission „Weight of Survival“, bei der unser Team mit großem Vorsprung den ersten Platz belegt hat. Ich habe viel Selbstvertrauen gewonnen und war sehr stolz, nachdem wir gewonnen hatten.

Zu wem hast du am Anfang aufgeschaut? Von wem dachtest du, dass er oder sie gewinnen würde? 

Von klein auf habe ich [den MMA-Kämpfer] Choo Sung-hoon als Vorbild gesehen, und ich war stolz, dass ich neben ihm antreten konnte. Ich dachte, dass Carlos, Nam Kyung-jin und Yun Sung-bin die wahrscheinlichsten Kandidaten für den Sieg sein würden.

Bist du in Anbetracht der unterschiedlichen Körpertypen und des Trainings der Wettbewerber*innen überrascht, dass jemand am Ende jemand wie du gewonnen hat, der CrossFit macht und snowboardet?

Das Ziel von CrossFit ist es, alle Aspekte der körperlichen Leistungsfähigkeit zu optimieren. Wir trainieren täglich mit verschiedenen Übungen in unterschiedlicher Intensität, damit wir in Topform sind und in jeder Situation starke Leistungen zeigen können.

Während meiner Zeit als nationaler Snowboarder habe ich an vielen nationalen und internationalen Wettkämpfen und Weltmeisterschaften teilgenommen. Ich denke, meine Erfahrungen haben es mir ermöglicht, einen kühlen Kopf zu bewahren und mich auf die Aufgaben zu konzentrieren.

Physical: 100 ist ein weltweiter Hit – wie geht es dir damit? 

Es war eine wirklich herausfordernde und lustige Erfahrung, diese Show im letzten Sommer mit 99 der fittesten Südkoreaner*innen zu drehen. Schon während der Dreharbeiten vor Ort hatte ich das Gefühl, dass es eine großartige Show werden würde. Als sie dann auf Netflix ausgestrahlt wurde, war das Interesse und die Begeisterung für die Show viel größer als ich erwartet hatte. Ich möchte mich bei allen Zuschauern auf der ganzen Welt bedanken!

Woo Jin-yong, der Gewinner von Physical: 100.

Netflixwoche Redaktion