Wer erkennt die verrückten Anspielungen in Family Switch?

Eine Body-Swap Komödie der besonderen Art: In dieser Familie tauschen nicht nur Mutter und Tochter, Vater und Sohn ihre Körper, sondern auch das Baby und der Hund.

„Das hier ist eine absolut einzigartige Situation, wie sie wirklich noch niemals passiert ist“, sagt CC (Emma Myers), nachdem sie in Family Switch im Körper ihrer Mutter (Jennifer Garner) aufgewacht ist. Einerseits stimmt das: Noch nie in der Geschichte der Menschheit haben Mutter und Tochter den Körper getauscht. Es ist ein wissenschaftliches Wunder, das die Grenzen von menschlicher Biologie und Bewusstsein aufhebt. Andererseits - betrachtet man sich Body-Swap-Komödien, dann ist das Prinzip nicht neu. Nur schwer ließe sich ein Favorit wählen – was für McG den Reiz ausgemacht hat. „Ich mag sie alle“, sagt der Regisseur von The Babysitter und Charlie's Angels über seine Lieblingsfilme in diesem Genre. „Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag, 30 über Nacht, 17 Again – Back to High School, Wie ausgewechselt. Die machen alle Spaß und zeigen etwas Neues.“

Für seinen eigenen Körpertausch-Film hat sich McG ein paar besondere Ideen einfallen lassen. Die Geschichte der Familie Walker (gespielt von Jennifer Garner, Ed Helms, Emma Myers und Brady Noon) ist mehr als nur ein einfacher Tausch. „Es ist ein Sechs-Wege-Tausch, der so richtig Spaß macht“, sagt McG. Situationskomik, Easter Eggs und vielleicht sogar ein paar Lektionen fürs Leben  Family Switch bietet das alles. Hier haben wir die Auflistung dazu:

Wurde Pickles wirklich von einem echten Hund gespielt?

Kurz gesagt: Ja. Sein Name im echten Leben ist Oliver. Dass in Family Switch Vater und Sohn sowie Mutter und Tochter die Körper tauschen, ist längst nicht alles. Die französische Bulldogge der Familie, Pickles, schlüpft in den Körper des Babys Miles (Lincoln und Theodore Sykes)  und andersherum. Schon bald läuft der Hund auf seinen Hinterbeinen und das Baby schleckt Wasser aus dem Hundenapf. „Ich denke, man kann zurecht behaupten, dass der Tausch von Hund und Baby das Sahnehäubchen auf unserem Beitrag zu diesem Genre ist“, sagt McG.

Die Arbeit mit Kindern oder Tieren bringt nichts Gutes, sagt ein Sprichwort aus dem Showbusiness. McG gerät aber ins Schwärmen, wenn er über seinen vierbeinigen Darsteller spricht. „Dieser Hund war disziplinierter und klüger als so manche Schauspieler, mit denen ich in der Vergangenheit gearbeitet habe“, sagt er offen. „Er hat auf den Punkt alles richtig gemacht, wurde an Ort und Stelle trainiert und hat das Set mit seinen Pupsen manchmal fast vergiftet.“

Pickles hat vieles, was auf den ersten Blick als Visual Effect erscheint, selbst ausgeführt. „Man konnte ihm wirklich beibringen, sich auf die Hinterbeine zu stellen und wie ein Mensch zu gehen“, sagt McG. „Er konnte ein Ziel treffen, bellen, sitzen, pinkeln  alles, was man sich nur vorstellen kann. Und das fand vor der Kamera statt.“

Den Nachbarn der Walkers spielt Matthias Schweighöfer (Army of the Dead), im Film von Beruf Hundetrainer mit drei eigenen mustergültigen Pudeln. Während er Hund und Kind der Nachbarsfamilie hütet, wundert er sich sehr über das menschenähnliche Verhalten von Pickles  und über das hundeähnliche Verhalten des Babys. Und er fragt sich: Was könnte da passiert sein?

Welche Body-Swap Easter Eggs sind versteckt?

Kurz nachdem jede*r in die Körper der bzw. des anderen hineingezappt wurde, versammelt sich die neu gemischte Familie in der Küche und tauscht Gedanken aus, die auch auf das Genre anspielen. „Kein Kind ist jemals als Big aufgewacht!“ sagt Sohn Wyatt (Noon) im Körper seines Vaters (Helms) und bezieht sich dabei auf den Tom-Hanks-Klassiker von 1988.

„Es ist so freaky!“ fügt Bill in der Sprache seines Sohnes hinzu. Das spielt auf Freaky Friday an – für die Jamie Lee Curtis-Fans unter den Zuschauer*innen.

„Du willst mir sagen, dass ich wieder 17 bin?“ sagt Jess (Garner), die Mutter, aus dem Mund ihrer Tochter CC (Myers), eine Anspielung auf die Komödie von Zac Efron/Matthew Perry.

„Ich bin 13 und gehe auf die 30 zu!“ sagt Wyatt in Anspielung auf den Film „30 über Nacht“, in dem Jennifer Garner selbst die Hauptrolle spielt und der jetzt auf Netflix zu sehen ist.

War das  ... Weezer?

Ja! Bills Garagenband Dad or Alive besteht aus den Mitgliedern von Weezer, darunter Rivers Cuomo, Brian Bell, Scott Shriner und Patrick Wilson.

„Ich bin mit Weezer aufgewachsen“, sagt McG. „The Blue Album hat mich umgehauen.“ McG schlug die Idee vor, dass die Bandmitglieder eine Rolle im Film spielen sollten, und der Rest ist Geschichte.

„Rivers kam gerade von einer zweiwöchigen Stille-Klausur und ist in Harvard ausgebildet“, fügt der Regisseur hinzu. „Er ist ein furchtbar introspektiver Mann mit wenigen Worten. Und ich bin da draußen und flippe aus, springe auf und ab und überfordere mich immer wieder. Wir waren sozusagen das Feuer und das Eis, wenn man so will. Das war eine ganz angenehme Mischung.“

Klingt wie eine Zeile, die in einem Dad or Alive-Song nicht fehl am Platz wäre.

Gibt es weitere Gastauftritte?

Eine ganze Menge! Die Internet-Persönlichkeiten Anwar Jibawi und Hannah Stocking tauchen als Thunder und Lightning auf. Und der Schauspieler und Rapper Benjamin Flores Jr. hat einen Auftritt in einem Unternehmen. Die Fußballstars Ryann Torrero, Alyssa Thompson und Gisele Thompson treten als Schiedsrichter*innen bzw. als die Switchblade Sisters auf. Die echte US-Fußballschiedsrichterin Karen Callado spielt eine weitere Schiedsrichterin.

Und das ist noch nicht alles: McGs Jugendfreund Mark McGrath (Frontmann von Sugar Ray) hat einen stimmlichen Auftritt als Radio-DJ. „Mark ist mein bester Freund, seit wir acht Jahre alt waren“, sagt McG. „Wir haben nie eine Woche verpasst, ohne miteinander zu reden. Ich bin der Patenonkel seiner Kinder, er ist der Patenonkel meiner Kinder. Und es war ganz natürlich.“

Wie ist es, wenn Schauspieler*innen ihre Filmrollen tauschen?

In einem Film wie Family Switch kann man leicht mit den Figuren durcheinander kommen. „Es ist ungeheuer verwirrend“, sagt McG über die Regie. „Man verfolgt den emotionalen Bogen der Figur, aber diese wird an verschiedenen Stellen des Films von zwei verschiedenen Personen verkörpert.“

In Family Switch erfährt jedes Mitglied der Walker-Familie etwas über das andere. Garner muss zum Beispiel sowohl Jess als auch CC spielen und ihren Generationenkonflikt von beiden Seiten des Spektrums aus reflektieren. „Es war wie eine Denksportaufgabe, die wir alle gelegentlich falsch gelöst haben“, sagt McG. „Wir fanden es irritierend, aber auch herausfordernd und interessant. Man muss wirklich herausfinden, welche Entwicklung Sohn und Tochter durchlaufen, was die Mutter und der Vater durchmachen. Das war witzig und hat uns alle auf Trab gehalten.“

Letzten Endes ist die Botschaft von Family Switch viel einfacher als das gelegentlich komplizierte Drehbuch. „Es geht wirklich um Empathie“, sagt McG. „Versuche, erst zu verstehen und dann verstanden zu werden. Atme tief durch und begreife deinen Gesprächspartner, begreife, woher er kommt. Das wird zu einem besseren Ergebnis führen.“ Für die Walkers tut es das auf jeden Fall.

JOHN DILILLO, TUDUM

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